Maine: Referendum könnte Homo-Ehe kippen

Auch im US-Bundesstaat Maine versuchen religiöse Aktivisten, die bereits beschlossene Homo-Ehe mit einer Volksabstimmung wieder zu Fall zu bringen. So hat „Stand for Marriage Maine“ eigenen Angaben zufolge genug Unterschriften gesammelt, um ein Referendum im November zu erzwingen. Bob Emrich, Pastor und Gründer der Gruppe „The Jeremiah Project“, sagte, bereits über 70.000 Menschen hätten unterschrieben.

Zur Durchführung einer Volksabstimmung sind in Mine zwar nur 55.087 Unterschriften notwendig, erfahrungsgemäß ist aber ein Teil der Unterschriften immer ungültig, zum Beispiel, weil Namen oder Adressen nicht stimmen oder die Unterzeichner nicht wahlberechtigt sind. Der Antrag muss bis 3. August abgegeben werden.

Allerdings dürfte es beim Sammeln der Unterschriften bereits zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein. So berichten engagierte Bürger, dass zum Beispiel eine Aktivistin zwei Clipboards mit Listen mithatte und erklärte, dass eine gegen und die andere für die „Homo-Ehe“ sei. Tatsächlich waren aber beide Listen ident – und Anträge gegen die Öffnung der Ehe.