Tiroler Jugendanwältin glaubt, „Brüno“ gefährdet Jugendliche

Nicht nur den Behörden in der Ukraine ist „Brüno“, der neueste Film des britischen Komikers Sacha Baron Cohen, zu scharf. Auch der Tiroler Kinder- und Jugendanwältin Elisabeth Harasser ist der Film derzeit ein Dorn im Auge.

Sie sieht einige Szenen aus dem Film in krassem Gegensatz zum Tiroler Jugendschutzgesetz. „Die Vorführung von Medien, die durch die Darstellung sexueller Handlungen, die sittliche, charakterliche und soziale Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen gefährden können, ist in Tirol nach den Bestimmungen des Jugendschutzes untersagt“, so die Jugendanwältin über die Komödie mit dem schwulen österreichischen Modejournalisten.

Dass der Film in Österreich ab 14 Jahren freigegeben ist, kann Harasser in diesem Zusammenhang nicht begreifen: „Ich kritisiere daher in aller Schärfe die gutachterliche Bewertung und Freigabe ab 14 Jahren durch die Jugendmedienkommission, die beim Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur in Wien angesiedelt ist.“ Eine Kommission, die Filme wie „Brüno“ für diese Altersstufe freigibt, verfehle ihre Aufgabe, den Schutz der Jugend im Auge zu haben, ist sich die Tirolerin sicher.