Nach Online-Protest streicht Coffeeshop Unterstützung für Homo-Hasser

Eine Coffeeshop-Kette musste in den USA nach einem Aufschrei der Online-Commubity ihre Zusammenarbeit mit einer Organisation beenden, die gegen die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule ist.

Dabei begann alles harmlos: Die Kette „Tim Hortons“ hat für den „Rhode Island Marriage and Family Day“ am 16. August 250 Tassen Kaffee gespendet. Allerdings wird dieser Tag von der „National Organisation for Marriage“ (NOM) veranstaltet, einer christlich-konservativen Organisation, die eine der schlimmsten Hassprediger gegen eine Öffnung der Ehe ist. Dem entsprechend tauchte das Logo von „Tim Hortons“ auf dem Flyer der NOM auch neben dem Spruch „Für die Ehe zu stehen, so wie sie geschaffen wurde“ auf.

Das führte zu jeder Menge negativer Publicity für die Kaffeesieder im Internet. Mehr als 2000 User unterstützten eine Petition, um gegen das Sponsoring zu protestieren. Mit Erfolg: In der Nacht auf heute hat sich „Tim Hortons“ von der Veranstaltung distanziert und sich für die „Missverständnisse“ und „Unannehmlichkeiten“ entschuldigt, da die Kette religiöse Gruppen prinzipiell nicht unterstützt und die NOM so aus den Kriterien für eine Unterstützung fällt.

Chris Plante, Geschäftsführer der NOM, gab sich nach dem Sponsoren-Rückzug kleinlaut: Er behauptete, die Kette wurde von „einer lauten Minderheit eingeschüchtert“, und der „Marriage und Family Day“ stehe selbstverständlich auch schwulen und lesbischen Paaren offen.