SkyEurope-Passagiere saßen am Flughafen Wien fest

Fluglinie wegen Schulden stundenlang nicht abgefertigt

Flughafen Wien
Flughafen Wien AG

SkyEurope ist eine der beliebtesten Billigfluglinien für schwule Reisende aus Österreich. Doch wer von Wien aus mit dem Low-Cost-Carrier nach Amsterdam, Brüssel oder Barcelona will, geht ein gewisses Risiko ein: Heute, Dienstag, hat der Flughafen Wien mehrere Stunden lang SkyEurope-Flüge nicht abgefertigt. Die Passagiere saßen am Flughafen Schwechat fest.

Offene Forderungen beim Flughafen Wien sorgten für Verspätungen

Airline-Chef Nick Manoudakis hat mit dem Flughafen Wien über eine Lösung verhandelt, gegen 16.00 gab es eine Einigung: Die Flüge, die offiziell immer als „verspätet“ gelistet waren, wurden abgefertigt. Die Passagiere konnten mit stundenlanger Verspätung nach Saloniki, Bourgas, Athen und Nizza fliegen.

Dass es Probleme gibt, bestätigt auch SkyEurope-Sprecher Ronald Schranz: „Es gibt eine Diskussion mit dem Flughafen Wien“. Es gehe dabei um „offene Forderungen“. Die Billigfluglinie hat im Juni in der Slowakei Insolvenz angemeldet und steht seither unter Gläubigerschutz.

Auch andere Flughäfen wollten die SkyEurope-Maschinen nicht starten lassen

Es war nicht das erste Mal, dass eine SkyEurope-Maschine wegen unbezahlter Rechnungen nicht starten konnte. Einen Tag nach der Insolvenz wurden deshalb je ein Flieger am Pariser Flughafen Orly und einer am Airport in Sofia festgehalten. Dass gleich vier Flüge betroffen waren, gab es aber noch nicht. Gleich nach der Insolvenz der SkyEurope hatte der Flughafen Wien noch betont, nie einen Flieger wegen ausstehender Zahlungen den Start verweigert zu haben.

Konsumenten, die von der Insolvenz der Fluglinie betroffen sind, können ihre Forderungen noch bis 17. August beim zuständigen Verwalter sowie beim zuständigen Gericht in Bratislava einreichen. Das Europäische Verbraucherzentrum Wien hat dafür einen entsprechenden Musterbrief erstellt.