Tolerieren US-Lutheraner verpartnerte homosexuelle Pastoren?

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika (ELCA) entscheidet bei ihrer Generalversammlung von 17. bis 23. August in Minneapolis, ob offen schwule und lesbische Pfarrer im Amt bleiben dürfen, wenn sie in einer lebenslangen monogamen Partnerschaft leben. Offiziell müssen bis jetzt homosexuelle Geistliche in der ELCA ledig bleiben und zölibatär leben.

Auch bei den US-Lutheranern streitet man sich über das Verhältnis zur Homosexualität. Eine Arbeitsgruppe zu dem Thema, die 2001 gegründet wurde, stellt deshalb auf der Versammlung keine einheitlichen Empfehlungen vor. „Wir können nur versuchen, uns der Tatsache zu stellen, dass unsere Kirche in den letzten Jahren keinen Konsens über die Frage gefunden hat und in absehbarer Zeit auch keinen finden wird“, fasst Reverend Peter Strommen, ein früherer Bischof und Vorsitzender der Arbeitsgruppe, das Problem zusammen. Die einzelnen Gemeinden sollen also selbst entscheiden können, ob sie Pastoren zulassen wollen, die in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung leben. Der Kongress soll hier nur die Rahmenbedingungen abstecken und die Entscheidungen liberaler Gemeinden kirchenrechtlich absichern.