Deutsche Rechtsextreme hetzen gegen Lesben und Schwule

Wieder hetzen rechtsextreme Parteien gegen Lesben und Schwule. Diesmal ist es die „Deutsche Volksunion“ (DVU), die in Bremen und Brandenburg auch in den Landtagen sitzt. Sie erklärt, dass eine Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare gegen die deutsche Verfassung verstoßen soll.

So sei in Artikel 6 des Grundgesetzes der „besondere Schutz“ von Ehe und Familie festgelegt ist. Dass die bayerische CSU ihren Widerstand gegen die Adoptionsmöglichkeit wegen Aussichtslosigkeit aufgegeben hat, nutzt die DVU für einen Frontalangriff gegen die Christlichsozialen. Diese seien „weiter vor dem linken Zeitgeist“ eingeknickt, so die Rechten.

„Die linke Presse jubelte: Damit sei auch das Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare in greifbare Nähe gerückt. Und das, obwohl immer deutlicher wird, dass CDU und SPD in ihrem identitätslosen Genderwahn nicht einmal davor zurückschrecken, wissenschaftliche Arbeiten zu manipulieren, um dem Wähler vorzugaukeln, dass Homosexualität etwas ganz Normales sei“, hetzt die DVU auch gegen eine Studie von Justizministerin Brigitte Zypries, die zu dem Ergebnis kam, dass Schwule und Lesben keine schlechteren Eltern seien.

Derzeit dürfen Schwule und Lesben in Deutschland nur als Einzelpersonen fremde Kinder adoptieren, nicht jedoch als Eingetragenes Paar. Die Adoption der leiblichen Kinder eines Partners ist in unserem Nachbarland schon seit 2004 möglich.

Mit Ausnahme von CSU und CSU sind alle anderen im deutschen Bundestag für eine Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Adoptionsrecht. Und diese ist sogar durch das von der DVU beschworene Grundgesetz gedeckt: Das Bundesverfassungsgericht hat bereits festgestellt, dass eine komplette Gleichstellung von Ehe und Homo-Ehe verfassungsgemäß wäre.