Ab heute können schwule und lesbische Paare in Vermont heiraten. Das Gesetz zur Eheöffnung wurde im April beschlossen. Ein Veto des Gouverneurs drohte, die Gleichstellung homosexueller Paare zu verhindern – aber auch dieses Veto wurde von beiden Häusern des Parlaments überstimmt.
Die Vermont Gay Tourism Association bietet deshalb heute in einem Hotel ein „Small State, Big Heart“-Paket an, bei dem Paare um 34 Dollar pro Person tanzen und Hochzeitskuchen essen können. Und der Eiscreme-Hersteller „Ben & Jerry“, der in Vermont beheimatet ist, hat anlässlich der Ehe-Öffnung seine Sorte „Chubby Hubby“ ein Monat lang in „Hubby Hubby“ umbenannt – und die Packung mit einem Regenbogen und einem schwulen Hochzeitspärchen auf einer Torte verziert.
Vermont ist ein Vorreiter, wenn es um Rechte für Schwule und Lesben geht: Bereits seit zehn Jahren können gleichgeschlechtliche Paare in dem US-Bundesstaat eine Eingetragene Partnerschaft eingehen. Mit einem Heiratsboom rechnen die Behörden noch nicht – traditionell wird in Vermont eher im Sommer geheiratet, und viele homosexuelle Paare haben ihre Partnerschaft bereits eintragen lassen.

