Finanzgebarung des Life Ball ist korrekt

Der Verein „Aids Life“, der den Life Ball veranstaltet, hat keine Spendengelder verschwendet. Zu diesem Schluss kommt eine Wirtschaftsprüfung der Kanzlei Hübner & Hübner über die gesamte Buchhaltung von 1994 bis 2008. Außerdem bekommt der Verein das Spendengütesiegel.

Life-Ball-Organisator Gerry Keszler ist erleichtert: „Es freut mich, dass wir uns ab sofort wieder dem Kerngeschäft widmen können: möglichst große finanzielle Mittel für Aids-Hilfsorganisationen zu lukrieren, Aufklärung und Prävention zu betreiben und den Life Ball 2010, der den Auftakt zur in Wien stattfindenden Welt-Aids-Konferenz bilden wird, zu organisieren“. Die Prüfung wurde beschlossen, nachdem die Deutsche Wochenzeitung „Die Zeit“ über eine angeblich unkorrekte Finanzgebarung berichtet hat. Sie warf Keszler vor, dass 600.000 Euro in der Bilanz fehlen würden.

Diese Vorwürfe wurden entkräftet: „Nach eingehender Prüfung konnten wir eine ordnungsgemäße Finanzgebarung feststellen“, sagte der Wirtschaftsprüfer Andreas

Röthlin am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien.Es gebe eine lückenlose Zurückverfolgung sämtlicher Zuwendungen und Abgänge, so Röthlin weiter. Er betonte auch, dass „‚Aids Life‘ im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen sehr wirtschaftlich arbeitet, vor allem auch was Spesen betrifft“.

Keszler selbst habe außer seinem monatlichen Gehalt von 2.600 Euro netto kein Geld vom Verein bekommen, so das Ergebnis der Prüfung. Rechtliche Schritte gegen die deutsche Zeitung will der Life-Ball-Organisator nicht unternehmen: „Ich sehe das positiv, wenn es den Artikel nicht gegeben hätte, hätte der Life Ball nicht zeigen können, wie korrekt er arbeitet“, so Keszler.