Litauen will Gesetze gegen Homosexualität verschärfen

Das Litauische Parlament will seine Gesetze gegen Homosexualität weiter verschärfen. Nachdem bereits Unterlagen, die Homosexualität positiv darstellen, aus den Schulen verbannt wurden, sollen in der heute beginnenden Herbst-Sitzungsperiode alle positive Darstellungen von homosexuellen Beziehungen in der Öffentlichkeit verboten werden und mit gemeinnütziger Arbeit, Geld- oder Gefängnisstrafen geahndet werden.

Amnesty International ruft deshalb die Litauische Regierung auf, dieses Gesetz nicht zu beschließen. Dieser Aufruf wird von der Initiative „Sozialdemokratie und Homosexualität“ unterstützt. Sie hat sich an Justizminister Remigijus Simasius, Parlamentsvorsitzenden Arunas Valinskas sowie den Vorsitzenden der Justiz- und Menschenrechtsauschüsse gewandt. „Wir fordern die litauische Regierung auf, nicht nur das umstrittene Schul-Gesetz aufzuheben, sondern das Gesetzesvorhaben zum öffentlichen Verbot von Homosexualität erst gar nicht umzusetzen.“, so Michael Leiblfinger, Internationaler Sprecher der SoHo. Außerdem fordert die SoHo Außenminister Michael Spindelegger und Justizministerin Claudia Bandion-Ortner auf, in dieser Sache ihre Litauischen Kollegen zu kontaktieren.

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