Britischer Honorarkonsul in Jamaika Opfer eines Homo-Mordes

Weil ihn seine Mörder für schwul hielten, musste ein britischer Honorarkonsul in Jamaika qualvoll sterben.

Die Leiche des 65 Jahre alten John Terry wurde Donnerstag nachmittag in seinem Bett gefunden, mit ernsten Kopfverletzungen und mit einer Schnur und einem Kleidungsstück um den Hals. Die Kopfverletzungen könnten von Schlägen mit einer Lampe stammen, tödlich war allerdings die Strangulation. Ein Zettel neben seinem Bett bezeichnet Terry als „Batty Man“, in Jamaika ein Schimpfwort für Schwule. Auf dem Zettel warnt der Mann, der sich „Gay-Man“ nennt: „Das wird ALLEN Schwulen passieren“. Die Behörden wurden gerufen, nachdem einem Nachbarn auffiel, dass das Licht die ganze Nacht brannte.

Auch wenn die Geldbörse und das Mobiltelefon des Opfers fehlen, glaubt die Polizei nicht an einen Raubüberfall. „Wir haben erfahren, dass er mit einem anderen Mann gesehen wurde. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er seinen Mörder gekannt hat“, so ein Polizist. Es gibt keine Zeichen für ein gewaltsames Eindringen in das Haus des Opfers.

Terry hat sich vor drei Jahren von seiner Frau getrennt, sie lebt mit den beiden gemeinsamen Kindern in Jamaikas Hauptstadt Kingston. Er was dreizehn Jahre lang Honorarkonsul für Großbritannien. Zu diesen Aufgaben gehörte es auch, Touristen aus Problemen zu helfen.

Jamaika gilt als eines der lesben- und schwulenfeindlichsten Länder des Westens. Schwuler Sex kann mit bis zu zehn Jahren Arbeitslager bestraft werden, lesbischer Sex ist zwar legal, wird aber von der Bevölkerung nicht toleriert. Immer wieder werden Lesben und Schwule von einer wütenden Menge verfolgt und getötet.