Kärntner Szene kritisiert Schwulen-Festival

Das „Pink Lake“-Festival, das von 11. bis 13. September die Nachsaison am Wörther See mit einem schwulen Programm beleben möchte, ist ins Gerede gekommen. Das berichtet der „Standard“.

So kritisiert die Kärntner Community, dass sie von dem Festival in keiner Weise profitiert. Besonders problematisch: Die Veranstaltung, die unter anderem eine „Boat Cruise Party“ und einen „Sissy Ball“ bietet, wird heuer erstmals vom Wörthersee Tourismus selbst organisiert und unter anderem auch von der Gemeinde Pörtschach finanziert.

„Das kann den Hintergrund haben, dass es von außen gekommen ist“, meint Gernot Riedel, Chef der Wörthersee Tourismus, über das Festival. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung im Vorjahr von der Frankfurter Agentur „Communigayte“, die heuer das Marketing übernommen hat. Bemühungen, die heimische Szene zu integrieren, gab es keine.

Außerdem wurde der Teil des Programms, der sich im Vorjahr an Lesben richtete, gestrichen. Riedel erklärt das mit Studien, die belegen, dass homosexuelle Männer mehr Geld verdienen und auch ausgeben. Die Szene speziell für Frauen scheine nicht gegeben zu sein, so der Chef des Wörthersee-Tourismus.

Doch den bis zu 2.000 Besuchern des 125.000 Euro schweren „Pink Lake“-Festivals könnte noch eine andere unerwartete Überraschung begegnen. Zeitgleich mit der Schwulenparty findet nämlich auch das jährliche Harley-Treffen in Faak am See statt. Der Wörthersee-Tourismus sieht dabei kein Problem. Im Vordergrund stehe die Belebung der Nachsaison, so Riedel.

Links zum Thema