Durchbruch bei Aids-Impfstoff in Thailand

Einen Durchbruch bei der Suche nach einem Impfstoff gegen die Immunschwächekrankheit Aids melden Wissenschafter aus Bangkok.

Ein Impfstoff, der beim bislang weltgrößten Impftest mit mehr als 16.000 Teilnehmern getestet wurde, reduziere das Risiko einer Infektion mit dem HI-Virus um 31,2 Prozent, so die thailändischen und US-Forscher. Der Massentest fand unter Leitung des thailändischen Gesundheitsministeriums statt, gesponsert wurde er von der US-Armee.

Der Impfstoff ist eine Kombination aus einem Mittel gegen die Kanarien-Pocken und dem erfolglos getesteten HIV-Impfstoff AIDSVAX. Zum ersten Mal gebe es somit klare Anzeichen, dass eine Impfung vor dem Virus tatsächlich schütze. Allerdings geben die Forscher zu, dass sie nicht genau wüssten, warum diese Wirkstoffkombination vor dem Virus schützt.

Deshalb dämpft Dr. Jerome Kim vom Walter-Reed-Forschungsinstitut in Maryland die Hoffnungen. „Der Impfstoff wurde in Thailand getestet und ist speziell für die Stämme, die dort kursieren.“ Es gebe keine Sicherheit, dass der Impfstoff auch in Afrika, wo es die meisten Infektionen gibt, unter schwulen Männern oder Drogenkonsumenten wirkt.