SoHo würdigt ältere Lesben und Schwule

Heute ist der „Internationalen Tag der älteren Generation“. In diesem Zusammenhang erinnert die Initiative „Sozialdemokratie & Homosexualität“ (SoHo) an die schwere Lebenssituation, der ältere Lesben und Schwule in ihrer Jugend ausgesetzt waren: „Die meisten älteren und alten Lesben und Schwule mussten ein Leben im Verborgenen führen, für sie war Diskriminierung eine alltägliche Erfahrung, es war für sie nahezu unmöglich offen und frei zu leben und manche mussten auch für ihre sexuelle Orientierung ins Gefängnis, ganz zu schweigen von denjenigen, die unter dem NS-Regime verfolgt wurden“, erinnert Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo.

Für viele von ihnen setzt sich außerdem die Diskriminierung und Tabuisierung im Alter fort, erinnert die SoHo. „Wir brauchen Wohnprojekte, die es älteren und alten Lesben und Schwulen ermöglichen, ihren Lebensabend ungestört von Anfeindungen zu verbringen. Selbsthilfegruppen müssen gefördert werden. Auch unsere älteren lesbischen und schwulen Paare warten bereits ungeduldig auf ein Partnerschaftsgesetz, das sie endlich besser im Alter absichert, als es bisher der Fall war. Und sie wollen sich ihr Ja-Wort auf einen Standesamt geben – alles andere wäre nur unwürdig“, ist Traschkowitsch überzeugt.  „Es ist einfach nicht hinzunehmen, dass sich Lesben und Schwule der älteren Generation noch immer verstecken müssen. Es ist nicht hinzunehmen, dass sie noch immer mit Vorurteilen konfrontiert werden, die sie in ihrer Jugend zur Genüge erfahren haben. Das Recht auf Lebensqualität im Alter gilt für alle, also auch für Lesben, Schwule und Transgender“, so Traschkowitsch abschließend.

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