„Don’t ask, Don’t tell“ könnte bald fallen

Leichte Hoffnung gibt es für Lesben und Schwule in der US-Armee. Präsident Barack Obama könnte das Verbot für Homosexuelle, in der Armee zu dienen, bald aufheben. Das kündigt Sicherheitsberater James Jones in der CNN-Sendung „State of the Union“ an.

„Ich weiss, das ist ein Thema, dem er in einer annehmbaren Zeitspanne annehmen will“, sagte Jones über die Pläne des Präsidenten. „Das Verteidigungsministerium bereitet sich darauf vor, aber ich bin mir sicher, dass sich der Präsident zur richtigen Zeit darum kümmern wird“. Einen genauen Zeitplan nannte er nach wie vor nicht.

Doch es kommt Bewegung in das Thema: Zuletzt hat Obama Druck aus den eigenen Reihen bekommen, die derzeitige Regelung zu beenden. Unter dem Motto „Don’t ask, don’t tell“ müssen homosexuelle Soldaten zwar nach wie vor sofort entlassen werden, die Vorgesetzten dürfen aber seit 1993 keine Fragen zur sexuellen Orientierung ihrer Untergebenen stellen. Der Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, hat Obama und Verteidigungsminister Robert Gates aufgerufen, dem Kongress Vorschläge zu unterbreiten, wie das Problem gelöst werden könne. Erst im Juni hat Gates angekündigt, zu prüfen, ob die derzeitige Regelung „flexibler“ ausgelegt werden könne.

Insgesamt wurden seit 1993 mehr als 12.000 Militärangehörige gefeuert, weil sie lesbisch oder schwul waren – unter ihnen auch verdiente Kriegsveteranen. Deshalb hat Ex-Präsident Bill Clinton es erst vor kurzem einen Fehler genannt, die umstrittene Regelung eingeführt zu haben.