Freiheitliche beleidigen kinderlose Ehepaare

Erneut versuchen die österreichischen Freiheitlichen, sich als Retter der Familie zu präsentieren.

Als Reaktion auf die Meldungen zur Homo-Ehe der letzten Tage haben sie ihre Ablehnung dazu kundgetan: Mit der Institution Ehe werde vor allem der Schutz der Kinder und die Aussicht auf Nachkommen gefördert, erklärt die FPÖ-Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller. Es könne daher nicht angehen, dass Homo-Paare dieselben Rechte erhielten wie Hetero-Paare, aber nicht annähernd das in die Gesellschaft einbrächten, was Elternpaare leisteten, so die freiheitliche Logik.

Außerdem würden mehr Rechte für Lesben und Schwule den österreichischen Steuerzahler schädigen, ist sich Kitzmüller sicher: Die rechtlichen Regelungen der Ehe seien zugunsten des öffentlichen Interesses an neuen Generationen, Bürgern, Beitrags- und Steuerzahlern im Generationenvertrag, erklärt sie in der Aussendung. Auf den Status kinderloser Ehepaare geht sie dabei nicht ein.

Für die FPÖ, so Kitzmüller unbeirrt, sei bei einer Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften kein staatliches Interesse, kein Vorteil für den Staat und die Gesellschaft auszumachen.