Italienisches Ehepaar klagt wegen Gay-Kreuzfahrt

In Italien verklagt ein heterosexuelles Paar einen Reiseanbieter auf 3.000 Euro Schmerzensgeld, weil er sie auf eine schwule Kreuzfahrt geschickt hat.

Das Paar, dessen Name nicht veröffentlicht wurde, hat einen Dreitagestrip von Civitavecchia bei Rom nach Barcelona gebucht. Als sie auf dem Schiff eincheckten, erfuhren sie, dass sie die einzigen heterosexuellen Gäste der ersten „Gay Cruise“ des Veranstalters Grimaldi Lines waren – umgeben von einer 1.500 Mann starken schwulen Partymeute.

Der Anwalt des Paares fordert nun Schadesersatz. „Meine Mandanten wurden so in Verlegenheit gebracht, auch weil sie einige Passagiere kannten und keine Ahnung hatten, dass sie schwul sind. Das war dann allen peinlich“, so Antonio Francesconi. Lesbischwule Gruppen in Italien vermuten, die Klage habe einen homophoben Hintergrund. Das weist der Anwalt zurück: „Hier geht es nicht um Diskriminierung, sondern um die Tatsache, dass meine Klienten wegen eines Missverständnisses ihre Reise nicht genossen haben. Daher müssen sie entschädigt werden“, so Francesconi.