Schwuler in Liverpool von 13 Jugendlichen zusammengeschlagen

In Liverpool kämpft ein 22-jähriger offen schwuler Polizeischüler um sein Leben, nachdem er von bis zu dreizehn Burschen zusammengeschlagen wurde.

James Parks verließ Sonntag gegen 22 Uhr mit seinem Lebenspartner, einem weiteren Mann und einer Frau den beliebten Schwulenclub „Superstar Bodoir“ in der Liverpooler Innenstadt. Plötzlich wurden die beiden von einer Gruppe Jugendlicher mit schwulenfeindlichen Sprüchen beschimpft und attackiert.

Parks erlitt dabei Schädelverletzungen, einen Bruch des Wangenknochens und der Augenhöhle. Sein Zustand ist weiterhin lebensgefährlich. Sein Partner wurde bei dem Angriff leicht verletzt.

Die Täter konnten fliehen, mittlerweile haben die Behörden vier Burschen festgenommen. Einer von ihnen ist 17, zwei 15 und ein weiterer 14 Jahre alt. Zwei weitere 15-Jährige wurden von der Polizei verhört. „Wir behandeln den Angriff als ein homophobes Hassverbrechen und dieser Vorfall zeigt, dass es noch immer Leute gibt, die nicht gelernt haben, dass diese Art von Verbrechen inakzeptabel ist“, sagte der ermittelnde Polizeikommissar Tim Keelan der BBC. Die Täter könnten damit rechnen, „die volle Aufmerksamkeit“ der Polizei zu spüren zu bekommen, die nicht ruhen werde, bis die Angreifer vor Gericht gebracht wurden.

Hassverbrechen gegen Lesben und Schwule werden in England ein immer größeres Problem: So hat sich die Zahl der der gemeldeten homophoben Übergriffe im Nordwesten Englands nach Informationen der BBC in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Dieser hohe Anstieg könnte aber auch daran liegen, dass mehr Übergriffe gemeldet werden. In London ist die Zahl der homophoben Hassverbrechen in den letzten zwölf Monaten um 18 Prozent gestiegen. Und erst vor Kurzem wurde ein 62-jähriger Schwuler in London von zwei jugendlichen Mädchen und einem 19-jährigen Jungen überfallen und tödlich verletzt.