Argentinien diskutiert Ehe-Öffnung für Lesben und Schwule

In Argentinien hat der Kongress begonnen, über die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule zu debattieren. Das Land könnte das erste in Lateinamerika werden, das Homosexuellen die Heirat erlaubt. Unterstützt wird das von mindestens 20 Abgeordneten, berichtet Maria Rachid, Vorsitzende der argentinischen Schwulen-, Lesben-, Bisexuellen- und Transgender Föderation. „Wir können keine gesellschaftliche Gleichberechtigung erwarten, solange der Staat Ungleichbehandlung legitimiert“, sagte sie gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

Lesben- und Schwulenrechte sind in Argentinien schon länger ein Thema: So war die Hauptstadt Buenos Aires im Jahr 2002 die erste des Kontinents, die Eingetragene Partnerschaften für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt hat – auch wenn die Rechte nur innerhalb der Stadt gelten. Anfang Oktober wurde in Argentinien dann der erste Treffpunkt für ältere Lesben und Schwule in ganz Lateinamerika eröffnet.

Und auch die römisch-katholische Kirche argumentiert in Argentinien mittlerweile gemäßigter. Erzbischof Jose Maria Arancedo sagte neulich, es gehe nicht darum, jemandem Rechte zu verweigern. Man könne progressiv sein und die Familie basierend auf der Ehe dennoch schützen, so der Kirchenführer.