[Video] Schwule Blogger über Regierungsvorschlag zur Homo-Ehe empört

Österreichs schwule Blogger sind vom Gesetzesentwurf für die Eingetragene Partnerschaft tief enttäuscht.

Wie heute bekannt wurde, können Lesben und Schwule ihre Beziehung in Österreich zwar ab 1. Jänner 2010 registrieren lassen, aber nicht am Standesamt und ohne Zeremonie. Auch einen gemeinsamen Familiennamen wird es nicht geben.

„Jetzt ist’s also fix: Kein Standesamt bei Homo-Ehe. ÖVP hat’s geschafft: Bleibt unter der Würde einer Autoanmeldung.“, fasst der Grüne Gemeinderat Marco Schreuder den Regierungskompromiss in weniger als 140 Zeichen zusammen. Um in seinem nächsten Tweet zu dem Schluss zu kommen: „Es bleibt also dabei: ÖVP ist diskriminierende, menschenverachtende und katholisch-fundamentalistische Partei. Punkt.“

Oliver Ritter, Autor des Blogs „Think outside your box“ ist auf die linke Regierungshälfte wütend: „Nach diesem Verrat an Lesben und Schwulen will ich SoHo & SPÖ am CSD nicht mehr sehen!“ Er bemerkt in einem weiteren Tweet: „Passend zu Halloween gibt Regierung Lesben und Schwulen saures! Homo-Ehe-Entwurf eine einzige Frechheit“, um in seinem Blog zu erklären: „Jahrelang wurden Lesben und Schwule Versprechungen gemacht – sowohl von SPÖ (Gusenbauer plakatierte 2006: ‚Gleich viel Recht für gleich viel Liebe – Eheöffnung jetzt‘) und ÖVP (Josef Pröll versprach in der ÖVP-Perspektivengruppe einen Zivilpakt nach Schweizer Modell). Was wurde daraus? Nichts.“

Und widmet der Regierung die neue Single von Lilly Allen.

Links zum Thema