Polnischer Torhüter fliegt nach Homo-Hetze

In Dänemark führen schwulenfeindliche Einstellungen im Fußball erstmals zu ernsten Konsquenzen. So hat der Erstliga-Klub FC Midtjylland den polnischen Torhüter Arek Onyszko gefeuert, weil er in seiner Biografie über Schwule flucht.

So schreibt der 35-jährige in dem am Montag erschienenen Buch „Fucking Polak“: „Ich hasse Schwule, das tu ich wirklich. Meiner Meinung nach ist es so verdammt eklig, wenn sie miteinander sprechen, als ob sie Mädchen wären. Ich kann mich nicht mit einem Schwulen im selben Raum aufhalten. Schaut sie euch an, wenn sie küssen. Das ist widerlich. In einer Fußballmannschaft bin ich noch nie einem Schwulen begegnet. Das wäre auch unmöglich.“ Homosexuelle nennt er „zum Kotzen“.

Das war dem Verein zu viel. Diese Einstellung sei mit den Grundwerten des Vereins unvereinbar, heißt es in einer Mitteilung von Midtjylland.
Es ist nicht das erste Mal, das Onyszko negativ auffällt: Ein Gericht in Odense hat ihn bereits zu drei Monaten Haft verurteilt, weil er seine Ehefrau schwer misshandelt und verletzt hat. Daraufhin schmiss ihn sein damaliger Club Odense BK raus. Nachdem er beim FC Midtjylland angeheuert hatte, musste Onyszko die Spiele dieser Saison mit einer elektronischen Fußfessel absolvieren. Sie war Teil der zur Bewährung ausgesetzten Haftstrafe.