Referendum in Maine verbietet Homo-Ehe

Die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule ist im US-Bundesstaat Maine vorerst gescheitert. Wie in Kalifornien haben sich auch in den Ostküstenstaat die Wähler gegen ein Gesetz entschieden.

Die Gegner der Homo-Ehe, die das „Question 1“ genannte Referendum gestartet haben, konnten 53 Prozent der abgegebenen Stimmen für sich verbuchen, berichtet die lokale Tageszeitung „Bangur Daily News“.

„Die Institution der Ehe wurde bewahrt“, freut sich dem entsprechend auch Frank Schubert, der die Kampagne „Stand for Marriage Maine“ geleitet hat. Und Marc Mutty, Sprecher der römisch-katholischen Diözese von Portland fügt hinzu: „In dieser Kampagne ging es nie darum, Lesben und Schwule zu hassen, sondern um die Ehe zu schützen und nur darum, die Ehe zu schützen – und das haben wir heute getan.“

Das Gesetz zur Öffnung der Ehe in Maine wurde im Frühjahr beschlossen, trat aber nicht in Kraft, weil die Abgeordneten eine Volksabstimmung dagegen erwartet haben und ein Chaos wie in Kalifornien vermeiden wollten.

Das Scheitern der Homo-Ehe im „Pine Tree State“ ist ein herber Rückschlag für die Lesben- und Schwulenbewegung. Maine gehört gemeinsam mit Connecticut, New Hampshire, Massachusetts, Rhode Island und Vermont zu den als liberal geltenden Neuengland-Staaten, in denen sie die Ehe bis 2012 flächendeckend öffnen wollten.

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