Förderpreis der agpro verliehen

Der Preisträger des agpro-Förderpreis 2009 heißt Juan Casado-Asensio. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis ist eine Anerkennung für wissenschaftliche Leistungen zum Thema Homosexualität in Wirtschaft, Recht und Gesellschaft.

Casado-Asensio hat den Preis für seine 2008 abgeschlossene Dissertation mit dem Titel „When ‚Progressive‘ Law hits Home: Domestic Politics and Anti-Discrimination Policy in the European Union. The case of Austria, Germany and Spain“ bekommen. Der Preisträger lehrt und forscht an der Universität Wien, am Department of Methods in the Social Sciences. Er hat sich auch in Artikeln und Konferenzbeiträgen immer wieder mit Fragen zur Anti-Diskriminierung beschäftigt.

Überreicht wurde der Preis von Christine Marek, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium im kleinen Festsaal der Universität Wien. Sie hat dabei Wissenschaftsminister Johannes Hahn vertreten. Der Preis wird auch vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung unterstützt. Marek erklärte, die soziale und rechtliche Anerkennung von Schwulen und Lesben sei ihr ein großes Anliegen, denn „Vielfalt ist der größte Schatz einer Gesellschaft, man muss sie als Chance, als Ressource begreifen. Diskriminierungen im Arbeits- und Wirtschaftsleben aufgrund der sexuellen Orientierung sind jedoch leider noch immer an der Tagesordnung.“ Im Gesetz zur Eingetragenen Partnerschaft kann sie diese Diskriminierung aber nicht erkennen: „Ich bin mir bewusst: Nicht alles, was die Community gefordert hat, ist in dieser Novelle verankert, aber es ist ein Kompromiss, der wichtige Verbesserungen für gleichgeschlechtliche Partnerschaften bringt“, erklärt die ÖVP-Politikerin.

Die agpro – austrian gay professionals – vergibt den Förderpreis seit 2004. Gefördert werden wissenschaftliche Leistungen, die sich mit Homosexualität in Wirtschaft, Recht und Gesellschaft beschäftigen.