DFB-Chef und Nationalspieler gegen Fußballer-Zwangsouting

Gegen ein Zwangsouting von homosexuellen Profifußballern ist Theo Zwanziger, Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB). „Ich muss respektieren, dass ein Spieler in solch einer Lebenssituation nicht den Weg über die Öffentlichkeit sucht. Vor allem im Männerfußball ist ein Gefüge vorhanden, wo ein Spieler, der diesen Schritt öffentlich vollzieht, in eine benachteiligte Situation kommen könnte. Deshalb sollte man nicht baggern oder betteln, dass ein Outing passiert“, so Zwanziger. „Vielmehr geht es darum, dass wir weiterhin alles dafür tun, dass der Fußball in Deutschland einen großen Beitrag zu einer in allen Bereichen toleranten Gesellschaft leistet.“, so der DFB-Präsident.

Dieser Meinung ist auch der deutsche Nationalspieler Philipp Lahm. Der mit dem „Tolerantia“-Preis ausgezeichnete Fußballer sagte in einen Interview mit dem Männermagazin „Playboy“: „Allein von der prozentualen Verteilung im ganzen Land muss es auch schwule Profifußballer geben. Der Spieler, der sich jetzt outen würde, der geht jedes Wochenende vor zigtausend Zuschauern seinem Job nach. Ein Guido Westerwelle spielt nicht jedes Wochenende vor 60.000 Zuschauern Fußball“, versteht Lahm ungeoutete Fußball-Profis.