Iran will drei Jugendliche wegen Homosexualität hinrichten

Alarm schlägt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW): Im Iran sollen drei junge Männer hingerichtet werden, weil sie als Minderjährige schwulen Sex gehabt haben sollen. Im Iran können alle – auch „leichte“ – homosexuellen Handlungen zur Todesstrafe führen, sofern es dafür Zeugen gibt und die Angeklagten älter als 14,7 Jahre sind. Jüngere werden „nur“ ausgepeitscht.

Mehdi P., Moshen G. und Nemat S. wurden unabhängig voneinander im Jahr 2006 zum Tode verurteilt. Alle drei waren zum „Tatzeitpunkt“ 16 Jahre alt. Die notwendigen Zeugen soll es allerdings in den vorliegenden Fällen nach Angaben von HRW nicht geben. Da der Iran keine Minderjährigen hinrichtet, sondern darauf wartet, bis sie volljährig sind, können sie jetzt jederzeit hingerichtet werden.

„Menschen für etwas zu töten, das sie als Kinder gemacht haben, ist falsch und abstoßend“, empört sich Sarah Leah Whitson von HRW. „Sie für Homosexualität zu töten, ist ebenso falsch und abstoßend. Die iranische Regierung setzt sich über die einfachsten Menschenrechte hinweg, wenn es diese grausamen Todesstrafen zulässt“, schüttelt Whitson den Kopf.

Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass die Mullahs seit ihrer Machtübernahme im Jahr 1979 tausende Lesben und Schwule umgebracht haben. Im Jahr 2007 hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sein Land als „schwulenfrei“ bezeichnet.