Spontane Lesben- und Schwulenparade in Belgrad

In Belgrad haben einige nichtstaatliche Organisationen rechte Homo-Hasser sowie einige serbische Behörden ausgetrickst und eine überraschende Lesben- und Schwulenparade veranstaltet.

Die Veranstalter haben den Marsch durch das Stadtzentrum mit anschließendem Konzert als Kundgebung unter dem Motto „Solidarisch gegen den Faschismus“ angekündigt und alle Bevöklerungsgruppen eingeladen, die „faschistischer Gewalt“ ausgesetzt seien, darunter auch Roma und Homosexuelle.

Während des Marsches tauchten immer mehr Regenbogenflaggen in der Menge auf – damit wurde der antifaschistische Marsch zu einer kleinen Lesben- und Schwulendemo. Die Demonstration verlief friedlich, es kam zu keinen Zwischenfällen.

Die große geplante „Belgrade Pride“ im September musste abgesagt werden, da ultranationalistische Organisationen ein Blutbad androhten und die Polizei die Veranstaltung trotz Solidaritätsbekundungen der Regierung nicht angemessen schützen wollte.