Stadt Wien mit homosexuellen Pflegeeltern zufrieden

Geht es nach den aktuellen Entwürfen für Eingetragene Partnerschaften, sollen Lesben und Schwulen keine Kinder adoptieren dürfen. Als Pflegeeltern sind sie allerdings sehr gut geeignet, berichtet der „Standard“ in seiner aktuellen Ausgabe. Die Erfahrungen mit den gleichgeschlechtlichen Ersatzeltern seien „genauso wie mit heterosexuellen Personen“, so Martina Reichl-Roßbacher, Leiterin des Referats für Pflege- und Adoptivkinder der Stadt Wien.

Insgesamt 23 lesbische und schwule Paare haben seit 2002 an den von der Stadt Wien angebotenen Seminaren für künftige Pflegeeltern teilgenommen. Das Interesse von Lesben und Schwulen, ein Pflegkind zu übernehmen, sei groß. Gleichgeschlechtliche Pflegeeltern gibt es österreichweit nur in Wien. Die Erfahrungen mit ihnen seien „genauso wie mit heterosexuellen Personen, also gut“.

Dabei bekommen die Beamten Unterstützung vom zuständigen Stadtrat, Christian Oxonitsch. Er sieht keinen an der sexuellen Orientierung festzumachenden Unterschied: „Vonseiten homosexueller Paare existiert Interesse, und wir suchen geeignete Pflegeplätze für die Kinder“ , sagt er. Diese Win-win-Situation will er aufrechterhalten – „auch gegen allfällige Kritik“. Die FPÖ hat immer wieder gegen schwule und lesbische Pflegeeltern gehetzt.

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