Getrübte Freude über Homo-Partnerschaft bei RosaLila PantherInnen

Getrübte Freude gibt es bei den steirischen Lesben und Schwulen über das gestern beschlossene Partnerschaftsgesetz. Für Kurt Zernig, Vorsitzender der RosaLila PantherInnen, ist die Ministervorlage „schon längst überfällig, trotzdem für österreichische Verhältnisse fast ein Wunder!“

Bei der Pressekonferenz erinnerten die PantherInnen auch an das Versprechen von ÖVP-Chef Josef Pröll, der im Jahr 2007 noch von einer eingetragenen Partnerschaft am Standesamt sprach. „Heute sieht man, dass Prölls Perspektive in der Sakristei von Erzbischof Schönborn endet“, so die steirischen Aktivisten. Die letzten zwei Jahre habe die ÖVP genutzt, um „auf symbolischer Ebene noch viele technische Fouls“ unterzubringen, zum Beispiel im Adoptions- oder Namensrecht: Eingetragene Partner verlieren ihren Familiennamen, sie dürfen nur mehr einen Nachnamen führen – „dafür werden sogar die Meldezettel und Gästeblätter geändert!“, wie die PantherInnen zynisch bemerken. „Getrieben von einer geifernden Boshaftigkeit wurde konsequent negiert, was für einen beschränkten katholisch-fundamentalistischen Kreis nicht sein darf“, zeigt sich Zernig über eine solche Kleingeisterei fassungslos.

Dem entsprechend ist die Eingetragene Partnerschaft für die RosaLila PantherInnen „ein Schritt in die richtige Richtung, das Ziel einer Gleichberechtigung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ist damit aber noch nicht erreicht“. Besonderen Wert legt der steirische Lesben- und Schwulenverband dabei auf die Verbesserung der Lebenssituation von Regenbogenfamilien – im Interesse der Kinder.

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Alles zur Eingetragenen Partnerschaft in Österreich
  • homoehe.GGG.at: Aktuelle Nachrichten zur Eingetragenen Partnerschaft in Österreich