Partnerschaftsgesetz für HOSI Salzburg „besser als erwartet“

Ebenfalls vorsichtig optimistisch ist die HOSI Salzburg, wenn es um das gestern im Ministerrat beschlossene Partnerschaftsgesetz für Lesben und Schwule geht. Obmann Josef Lindner bezeichnet den Durchbruch als „für österreichische Verhältnisse schier unglaublich und wesentlich besser als zu erwarten – trotzdem möchte ich nicht zu euphorisch sein und den genauen Gesetzestext abwarten“, bleibt Lindner realistisch.

„Man wird sehen, was das Namensrecht und die weiteren Materiengesetze, vor allem im Fremdenrecht mit sich bringen werden“, ist Lindner gespannt. „Bei diesem verwässerten Gesetz sollten nun auch die konservativen Kreise im Parlament guten Gewissens und im Sinne der Nächstenliebe zustimmen können“, meint er mit einem Blick auf die ÖVP, die nach Meinung von Innenministerin Maria Fekter über ihren Schatten gesprungen sei.

„Vor dem Hintergrund einer alltagsgegenwärtigen Diskriminierung und der dadurch oftmals entstehenden Homophobie, welche sich mitunter auch in brutalen Übergriffen äußert, muss eine absolute Gleich­stellung die Konsequenz sein – auch, als symbolischer Akt, vor dem Standesamt. Dies ist vom gesellschaftspolitischen Aspekt her von höchster Bedeutung“, ergänzt Johanna Reidel-Mathias, Generalsekretärin der HOSI Salzburg.

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Alles zur Eingetragenen Partnerschaft in Österreich
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