HIV-Schnelltest soll Neuinfektionen reduzieren

Jedes Jahr werden in Österreich rund 500 neue Infektionen mit HIV diagnostiziert. Oft liegt die Ansteckung schon zurück: So wird das Virus bei einem Drittel der Betroffenen sehr spät, bei jedem zweiten spät erkannt. Das Immunsystem ist dann häufig schon geschädigt, eine Therapie wird schwierig.

Denn eine HIV-Infektion kann viele Jahre ohne Symptome verlaufen. Viele Betroffene kommen deshalb viel zu spät in Behandlung – und waren genauso lang ein Risiko für ihre Partner. Ein neuer Schnelltest soll das nun ändern. Damit soll jeder Hausarzt innerhalb von 15 bis 30 Minuten den HIV-Status seines Patienten ermitteln können.

„Wir glauben, dass der Schnelltest für die Behandlung von Patienten und für die epidemiologische Situation von entscheidender Bedeutung sein kann. Damit könnten auch die jährlich rund 500 Neuinfektionen reduziert werden“, sagt Norbert Vetter, Vorsitzender des HIV/Aids-Ausschusses des Obersten Sanitätsrates heute bei einer Pressekonferenz.

Denn wenn die Infektion rechtzeitig erkannt wird, haben HIV-Positive heute eine fast normale Lebenserwartung bei guter Lebensqualität. Ihr Immunsystem kann sich wieder erholen, die Viruslast ist dann mit normalen Tests nicht mehr feststellbar.

Links zum Thema

  • gesundheit.GGG.at: Alle Infos zu HIV/Aids
  • GGG.at: Aktuelle Nachrichten zu HIV/Aids