Neonazis wollen Schwule kastrieren

Die rechtsradikale Szene polemisiert erneut gegen Schwule und fordert deren Zwangskastration. Das hat das Blog „Think outside your Box“ jetzt aufgedeckt.

Konkret geht es um die „Alpen Donau Info“, eine einschlägig bekannte Homepage. Sie hetzt in einem aktuellen Eintrag gegen Homosexuelle: „Schwule möchten heiraten! So sahen sich die Herrschenden bemüßigt, anstatt diese Kranken behandeln zu lassen, diesen natürlich das Recht einzuräumen, Lebensgemeinschaften amtlich eintragen zu lassen.“

Dass es um Gleichberechtigung geht, wollen die Macher der Hetzseite nicht verstehen: „Scheinbar können sie den Sinn einer Ehe nicht verstehen. Also kurze Erklärung damit es auch die Kranken verstehen können: (…) Die Ehe ist eine amtlich anerkannte Zweckgemeinschaft zwischen zwei verschieden geschlechtlichen Erwachsenen. Ihr Zweck ist immer das Kind!“.

Dass auch in Österreich gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit erhalten sollen, ihre Partnerschaft eintragen lassen zu können, ist für die Rechten ein Verrat: „Anstatt ihrem Auftrag nachzukommen, dem angestammten Volk ein Überleben zu sichern, die Rechte unseres Volkes zu vertreten ist von den Lizenzparteien ohnehin zuviel verlangt, kümmert man sich um für das System typische, lebens- und naturwidrige Abartigkeiten!“, hetzen sie auch gegen die Regierung.

Und die Hasstiraden gehen weiter. Diesmal sind die „Gay Cops Austria“ das Ziel, weil sie sich gegen § 207b StGB eingesetzt haben, der den Anti-Schwulen-Pararafen 209 abgelöst hat: „Vielleicht aber auch der Grund, warum in der „Besatzerbananenrepublik“ Österreich Kinderschänder, Vergewaltiger und anderer Abschaum fast nicht verfolgt, und kaum belangt werden. Hier wird es Zeit, die Heimat mit eisernem Besen auszukehren!“

Gegen Männer, die ihre Zuneigung auf offener Straße zeigen, wollen die Neonazis scharf vorgehen: „Homosexualität muß aus der Öffentlichkeit wieder verbannt werden. Bei Zuwiderhandlungen sollte man über Hormonbehandlungen oder die Zwangskastration nachdenken. Nach wie vor gehören Schwule nicht auf ein Standesamt oder in Beamtenpositionen, sondern, auch wenn es vielleicht altmodisch klingen mag, in ein Krankenhaus!“. Lesben werden in dem Artikel übrigens kein einziges Mal erwähnt.

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