„Nachname“ statt „Familienname“: Fekter zwingt Homo-Paare zum Zwangsouting

Für Empörung in der lesbischwulen Community sorgen die Änderungspläne der Personenstandverordnung (PStV) von Innenministerin Maria Fekter. So sollen Eingetragene Partner keinen gemeinsam Familiennamen, sondern „nur“ einen Nachnamen haben.

Das gilt auch, wenn die beiden Partner ihren Familiennamen gar nicht ändern: „Schließen also ‚Müller‘ und ‚Mayer‘ eine eingetragene Partnerschaft, so heissen sie zwar weiter ‚Müller‘ und ‚Mayer‘, jedoch nicht als ‚Familienname‘ (wie bis dahin) sondern als ‚Nachname'“, erklärt das Rechtskomitee Lambda (RKL) in einer Aussendung. 

„Das ist der nächste Bosheitsakt der Bundesregierung gegen homosexuelle Paare“, ärgert sich deshalb RKL-Präsident Helmut Graupner: „Die öffentliche Kennzeichnung eingetragener Partner ist unerträglich“. Denn diese neue Namenskategorie gibt es ausschließlich für Personen, die eine EP eingehen. So müssen sie sich bei jedem Ausfüllen eines behördlichen Formulares automatisch als Teil eines Homo-Paares outen.

Auch die Initiative „Sozialdemokratie und Homosexualität“ (SoHo) kritisiert den Entwurf als „international einzigartige Skurrilität“ aus der „verwirrten Welt der Maria F.“. Auf der Homepage fragt sich die SoHo ungewohnt deutlich: „Von welcher illegalen Substanz sind die Gehirne umnebelt, die sich diesen Unsinn ausgedacht haben?“

„Die Homophobie in der ÖVP treibt schrille Blüten“, schüttelt SoHo-Vorsitzender Peter Traschkowitsch zum Entwurf des Innenministeriums den Kopf: „Wir fordern das BMI und Frau Fekter auf, wieder seriös zu arbeiten.“

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Alles zur Eingetragenen Partnerschaft in Österreich
  • homoehe.GGG.at: Aktuelle Nachrichten zur Eingetragenen Partnerschaft in Österreich