Stadt Wien ermöglicht Lesben und Schwulen feierliche Zeremonie

Die Stadt Wien möchte schwulen und lesbischen Paaren bei ihrer Verpartnerung einen würdigen Rahmen bieten. Die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger hat deshalb mit Beatrix Hornschall, Leiterin der zuständigen MA 35, das „Wiener Verpartnerungspaket“ vorgestellt.

„Es ist uns gelungen, innerhalb der gesetzlichen Vorgaben ein Paket zu schnüren, das den Wünschen von schwulen und lesbischen Paaren nach einer feierlichen und würdevollen Verpartnerung entspricht“, freut sich Frauenberger: „Die Verpartnerung soll den Paaren – wie die Hochzeit bei heterosexuellen Menschen – als ein unvergessliches Ereignis in Erinnerung bleiben“.

Für Paare, die sich verpartnern wollen, wurde eine eigene Service- und Informationsstelle in der MA 35 im Amtshaus des 5. Bezirkes eingerichtet. Dieser Ort ist auch die zentrale Anmeldestelle für Eintragungswillige. Dort legen die Partnerschaftswerber auch alle notwendigen Unterlagen vor, die Beamten prüfen dann, ob alle Voraussetzungen erfüllt werden. Auch kann das Paar entscheiden, was Teil der Zeremonie sein soll: Musik, feierliche Ansprachen oder Ringtausch sind kein Problem.

Grundsätzlich gilt, überall wo geheiratet werden kann, können sich Paare in Wien auch verpartnern lassen: In den Festsälen und Amtshäusern der Stadt Wien genauso wie an 37 externen Locations – vom Donauturm über das Riesenrat bis zum Schloss Schönbrunn: Sie alle stehen, wenn auch gegen Gebühr, auch schwulen und lesbischen Paaren offen. Das Gesetz sieht in diesem Fall allerdings vor, dass die Verpartnerung selbst vorher in den Amtsräumen stattfinden muss.

Erste Verpartnerungen werden in Wien bereits am 4. Jänner stattfinden. Rund 300 Verpartnerungen pro Jahr werden erwartet, im ersten Jahr rechnet die Behörde mit bis zu 450 Verpartnerungen.

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