Boy George will Promi-Container

In den letzten Jahren ist Boy George eher durch seine Auftritte in Gerichtssälen auf beiden Seiten des Atlantiks in die Schlagzeilen gekommen. Jetzt will der ehemalige „Culture Club“-Sänger in den Promi-Container. Ob er dort hineindarf, entscheidet allerdings der High Court von England und Wales.

Denn George O’Dowd, wie Boy George bürgerlich heißt, wurde Anfang des Jahres wegen Freiheitsberaubung zu 15 Monaten Haft verurteilt: Er soll einen norwegischen Escort in seiner Wohnung festgekettet und mit einer Eisenstange geschlagen haben. Nach vier Monaten Haft wurde die Strafe in Hausarrest umgewandelt, Boy George muss zudem eine elektronische Fußfessel tragen.

Jetzt muss das Gericht entscheiden, ob er seinen Hausarrest bei der neuen Staffel von „Celebrity Big Brother“ absitzen darf, die am 3. Jänner auf Channel Four startet. Kritiker meinen, die Briten könnten durch eine Genehmigung das Vertrauen in die Justiz verlieren. Außerdem sei es schwer, als Container-Promi die Bedingungen für die Bewährungsstrafe einzuhalten, wie das regelmäßige Melden bei der Polizei.

Befürworter des Auftritts von Boy George meinen, das Tragen der Fußfessel im Container und öffentliche Diskussionen darüber hätten aufklärerischen und abschreckenden Charakter. Außerdem darf Boy George bereits jetzt mit Fußfessel als DJ auf Partys arbeiten und sogar Konzerte geben.

Medienberichten zufolge hat Boy George bereits 200.000 Pfund von der Produktionsfirma Endemol UK erhalten. Im Container könnte er dann unter anderem auf MC Hammer und Pamela Anderson treffen.