Obwohl die RosaLila PantherInnen, die schwullesbische Arbeitsgemeinschaft der Steiermark, umfassend über die Eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare informiert, hält sich das Interesse der steirischen Homosexuellen in engen Grenzen.
Ursula Leitner, Leiterin des zuständigen Referates im Grazer Magistrat erklärte, dass es bis Anfang letzter Wochen zwar „eine Hand voll Anfragen“ gab. Fixen Termin gebe es nur einen: Das erste Eingetragene Paar der Steiermark schließt seinen Bund fürs Leben am Donnerstag.
In Graz können Lesben und Schwule ihren Bund fürs Leben im Amtshaus in der Schmiedgasse und im Mediacenter im Rathaus schließen. Dort könne jedoch derzeit nur die offizielle Übergabe der bereits davor unterzeichneten Partnerschaftsurkunde erfolgen, so Leitner.
Der Trauungssaal im Rathaus bleibt ihnen verwehrt: Der konservative ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl hat das abgelehnt – genauso wie den Vorschlag des Joanneums, die Eintragung an externen Orten wie etwa dem Schloss Eggenberg vorzunehmen. Hier ist aber zumindest nach Meinung von Lisa Rücker, der offen lesbischen Grünen Vizebürgermeisterin, das letzte Wort noch nicht gesprochen.
Wer seine Partnerschaft spontan eintragen will, wird übrigens enttäuscht, erklärt Ingrid Bardeau vom Grazer Bürgeramt: Denn zunächst müssen beide Partner dem Amt ihre Geburtsurkunden und andere Dokumente vorlegen und ein umfangreiches Formular ausfüllen. Dann findet ein Ermittlungsverfahren statt, das mehrere Tage dauern kann. Erst dann erfolgt die Niederschrift im Partnerschaftsbuch und die Erstellung der Partnerschaftsurkunde, die von beiden Frauen oder Männern unterzeichnet wird. Ein Beistand – also Trauzeuge – wie bei der Eheschließung ist bei der Eingetragenen Partnerschaft nicht notwendig, so Bardeau.
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