Schwules Paar nach „Homo-Hochzeit“ auf Malawi verhaftet

Pop-Göttin Madonna liebt Malawi – vielleicht sollte sie ihrer schwulen Fans zuliebe ihr Engagement in dem afrikanischen Land doch noch überdenken. Denn Homosexualität kann in Malawi mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft werden.

Zwei Männer, die sich am 26. Dezember als erstes homosexuelles Paar Malawis symbolisch trauen haben lassen, wurden wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ verhaftet. Die Anträge, Steve Mojeza und Tiwonge Chimbalanga gegen Kaution bis zur Gerichtsverhandlung freizulassen, wurden abgelehnt.

Für die Menschenrechtsorganisation Amnesty International ist das eine gravierende Verletzung ihrer Menschrechte: Sie forderte Malawi auf, die beiden Männer sofort freizulassen. Sie wurden nur verhaftet, weil sie eine einvernehmlich eingegangene Partnerschaft führen, kritisiert Amnesty. Am Mittwoch wurden die Männer nach Angaben der Polizei zur psychiatrischen Untersuchung überstellt. Untersucht haben die Behörden angeblich auch, ob die beiden Männer Sex hatten.

Für Amnesty International erschwert die Verhaftung die HIV- und Aids-Prävention: „Diese Verhaftung erhöht das Risiko, dass Männer, die Sex mit anderen Männern haben, das weiterhin versteckt machen“, ist sich die Menschenrechtsorganisation sicher. Und an Aids starben in Malawi seit 1985 bereits mehr als 800.000 Menschen, über eine Million Kinder in dem afrikanischen Land sind Aids-Weisen.