Klagenfurt öffnet Europahaus für Eingetragene Partnerschaft

Streit gab es in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt um den Ort, an dem Lesben und Schwule ihre Partnerschaft eintragen dürfen. Jetzt lenkt Bürgermeister Christian Scheider von den Kärntner Freiheitlichen zumindest teilweise ein.

Ursprünglich sollten gleichgeschlechtliche Paare ihre Eingetragene Partnerschaft in einem Büro im Amt für Bevölkerungswesen am Magistrat schließen, während Villach von Anfang an einen Saal im Rathaus zur Verfügung gestellt hat. Dagegen protestierten Lesben- und Schwuleninitiativen mit einer lesbischen „Protesthochzeit“ und einer Resolution an Bürgermeister Scheider. Dieser versprach bei der Übergabe, „konsensbereit“ zu sein.

Jetzt hat die Stadt Klagenfurt bekanntgegeben: Homosexuelle Verpartnerungen werden künftig im Festsaal des Europahauses durchgeführt. „Das Stadthaus bleibt für Ehepaare, wenige Meter daneben im Europahaus gibt es nun einen adäquaten Raum für die Verpartnerung“, so Scheider in einer Aussendung. Das Standesamt hatte er schon vorher explizit ausgeschlossen. Mit der Änderung werde „dem neuen Gesetz in Klagenfurt „voll und ganz entsprochen“, so der Klagenfurter Bürgermeister weiter.