Portugiesen unterstützen Homo-Ehe

Mehr als die Hälfte der Portugiesen stimmen der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben in ihrem Land zu. Damit unterstützen sie den Kurs ihrer Regierung, das Parlament in Lissabon hat am 8. Jänner die Ehe-Öffnung mit großer Mehrheit beschlossen. Die ersten gleichgeschlechtlichen Paare können damit vermutlich im April heiraten.

Während vor der Abstimmung im Parlament nur 45,5 Prozent für und 49,5 Prozent gegen die Ehe für Homosexuelle waren, hat sich das Bild nach dem Votum umgedreht: Der Anteil der Befürworter stieg auf 52 Prozent, der der Gegner sank auf 43 Prozent. Das geht aus einer Telefonumfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut Eurossondagem von 7. bis 12. Jänner 2010 im Auftrag von Rádio Renascença, SIC TV und der Zeitung „Expresso“ durchgeführt hat.

Derzeit können in Europa gleichgeschlechtliche Paare in Belgien, den Niederlanden, Norwegen, Spanien und Schweden heiraten, Luxemburg will die Ehe öffnen. Außerhalb Europas haben Kanada und Südafrika die Ehe geöffnet, außerdem die argentinische Provinz Tierra del Fuego und die US-Bundesstaaten Connecticut, Iowa, Massachusetts, New Hampshire und Vermont. Ab März wird diese Liste auch um die Hauptstädte Washington, D.C. und Mexico City erweitert.