Wirtschaftskammer zeichnet tolerante Unternehmen aus

Die Wirtschaftskammer Wien (WKW) hat gestern abend im Rahmen einer festlichen Gala gestern Abend zum ersten Mal den DiversCity Preis verliehen. Die Auszeichnung berücksichtigt erstmals sämtliche Dimensionen von Vielfalt: Geschlecht, Alter, ethnische Herkunft, Religion, sexuelle Orientierung und Behinderung.

Drei Unternehmen wurden dabei für ihr vorbildliches Engagement rund um Vielfalt im Betrieb ausgezeichnet. IT- und Beratungsdienstleister IBM siegte in der Kategorie „Großunternehmen“, das Schulungs- und Beratungszentrum equalizent in der Kategorie „Kleine und mittlere Unternehmen“. Der Sonderpreis für „Ethnische Ökonomien“ ging an das Speditionsunternehmen Unitcargo. Die Gewinner erhalten jeweils ein Preisgeld von 3.000 Euro.

Für IBM Österreich, den Preisträger der Kategorie „Großunternehmen“, ist die Auszeichnung ein wichtiger Meilenstein, der die langjährigen Bemühungen für mehr Diversität im Unternehmen bestätigt. Der internationale IT-Konzern hat unter anderem auch seit Jahren ein firmeneigenes Netzwerk für schwule, lesbische, bisexuelle und Transgender-Mitarbeiter.

Das Schulungs- und Beratungszentrum equalizent, Sieger in der Kategorie für Klein- und Mittelunternehmen, lebt Diversity Management in einem vielfältigen Team vom Management bis zu den Mitarbeitern. Das mit dem Sonderpreis „Ethnische Ökonomien“ ausgezeichnete Speditionsunternehmen Unitcargo – das übrigens spontan sein Preisgeld an die Erdbebenopfer in Haiti spendete – lebt Internationalität und Interkulturalität auf allen Ebenen – sowohl im Team, im Kundenstock als auch mit Partnerunternehmen.

Diversity wird bei der WKW groß geschrieben, hat doch beispielsweise jeder vierte Einzelunternehmer in Wien Migrationshintergrund. Außerdem unterstützt die WKW den Unternehmerpreis „meritus“, der ersten österreichischen Auszeichnung für Unternehmen, die sich vorbildlich im Bereich Homosexualität engagieren. „Ich hoffe, dass wir mit dem DiversCity Preis viele Wiener Unternehmer dazu motivieren können, ihr Engagement in diesem Bereich noch weiter zu verstärken und freue mich auf zahlreiche Einreichungen im kommenden Jahr,“ meint WKW-Präsidentin Brigitte Jank.