[Video] „Taschen-Demo“ gegen Gewalt an Lesben und Schwule in Amsterdam

In Amsterdam haben am Sonntag mehr als 1000 engagierte Bürger und Politiker mit einer „Taschen-Aktion“ gegen homofeindliche Gewalt protestiert.

Grund für die Demonstration in der Innenstadt: Am Montag davor wurde ein 49-jähriger heterosexueller Mann von zwei Männern verprügelt, direkt vor dem schwulen Trendshop „Gays & Gadgets“. Sie hielten ihn für schwul, weil er eine rosa „Gays & Gadgets“-Tasche trug. Er musste mit mehreren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Für den Inhaber des Geschäftes, den niederländischen Lesben- und Schwulenverband COC und Pro Gay, die Organisatoren der Canal Pride, ein weiterer trauriger Fall von Gewalt gegen Homosexuelle in der niederländischen Hauptstadt. Insgesamt ist die Anzahl der homophoben Verbrechen in Amsterdam im letzten Jahr nach Angaben der Polizei um ein Viertel gestiegen.

Bei der Demonstration waren Politiker aller namhaften Parteien anwesend, angeführt vom Amsterdamer Bürgermeister Job Cohen. Aus Solidarität trugen sie alle „Gays & Gadgets“-Taschen. Cohen betonte, mit dem Tragen der Tasche möchte er ein klares Signal setzen. Und nicht nur er: Mehr als 1000 Bürger haben sich innerhalb einer halben Stunde eine der begehrten Taschen geholt, um ein Zeichen zu setzen.