Streit um Location für Homo-Ehe in Schwechat

In Schwechat gibt es Diskussionen darüber, wo und wie Schwule und Lesben ihre Partnerschaft eintragen sollen: Bürgermeister Hannes Fazekas von der SPÖ möchte das Standesamt öffnen, die Bezirkshauptmannschaft macht darauf aufmerksam, dass das rechtlich nicht geht.

Denn Schwechat hat kein eigenes Statut, also kein Magistrat. Bei diesen Städten muss die Partnerschaft nach dem Gesetz während der Amtszeiten im Amtsgebäude der Bezirkshauptmannschaft eingetragen werden, ohne Zeremonie. Schwechat ist Teil des Bezirks Wien-Umgebung, die zuständige Bezirksbehörde befindet sich in Klosterneuburg.

Fazekas möchte trotzdem ein „gesellschaftspolitisches Zeichen“ setzen, und schwulen und lesbischen Paaren ermöglichen, mit einer Zeremonie im Rathaus den Bund fürs Leben zu besiegeln.

Jetzt hat Wolfgang Straub, Bezirkshauptmann von Wien-Umgebung, einen Kompromiss vorgeschlagen: Gleichgeschlechtliche Paare könnten ihre Partnerschaft auch in der Außenstelle der Bezirksbehörde in Schwechat eintragen lassen und nicht nur in der Zentrale in Klosterneuburg, so Straub.

Außerdem habe er nichts gegen eine Feier nach der amtlichen Eintragung, meinte er gegenüber dem ORF Niederösterreich. Fazekas begrüßt diesen Vorschlag, diese Feier könne dann im Rathaus stattfinden: „Mit Blumen und einer kurzen Zeremonie“, freut sich Fazekas.

Links zum Thema

  • homoehe.GGG.at: Alle Infos zur Eingetragenen Partnerschaft auf GGG.at