John Mayer spricht über Knutscherei mit Perez Hilton

Mit nur einem Interview ist John Mayer gleich in drei Fettnäpfchen getreten. In einem Interview mit dem „Playboy“ bezeichnet er seine Exfreundin Jessica Simpson als „sexuelles Napalm“, erzürnte Rassismus-Gegner, indem er seinen Penis „eine Art Überlegenheit der Weißen“ nannte und lässt sich über den offen schwulen Promi-Blogger Perez Hilton aus.

Dem Magazin sagte der Schmusesänger: „Der einzige Mann, den ich jemals geküsst habe, war Perez Hilton. Es war Silvester und ich habe beschlossen, auszugehen und mich zu vernichten. Ich habe mich zu dieser Zeit gerade mit Jessica getroffen, und ich erinnere mich, wie ich Perez Hilton in diesem Club herumschweben gesehen habe, er hat sich so aufgeführt, als ob er gerade Homosexualität erfunden hätte.“

Dann hatte der Sänger – offenbar nicht mehr ganz nüchtern – die spontane Idee, Hilton zu küssen: „Ich habe ihn mir geschnappt und habe ihm den dreckigsten zungenreichsten Kuss meines Lebens gegeben, den ich jemals jemandem gegeben habe – fast so, als ob ich Schwuchteln hasse. Ich glaube nicht, dass mein Mund ihn irgendwie berührt hat, als ich ihm den Zungenkuss gegeben habe, so ekelhaft war der Kuss. Ich habe mich ein wenig geschämt. Ich glaube, es hat ungefähr eine halbe Minute gedauert. Ich glaube wirklich, das war zu lang.“

Über diese Passage regen sich jetzt die lesbischwulen Medienbeobachter von GLAAD auf. Nicht der Ekel, den Mayer beim Kuss empfand und den er so ausführlich besprach, erregt GLAAD – es ist das Wort „Schwuchtel“, englisch „fag“, das sie erzürnt.

Der für Unterhaltungsmedien verantwortliche Jonathan Rosales schreibt im offiziellen GLAAD-Blog: „Genauso wie Mayer sein Bedauern ausgedrückt hat, dass er mit der Verwendung des rassistischen Ausdrucks niemanden verletzten wollte, hoffen wir, dass auch die Verwendung des F-Wortes nicht so gemeint war.“ Um auf Mayer Druck auszuüben, empfiehlt GLAAD seinen Unterstützern, Mayer über Twitter Aufrufe zu senden, dass er sich entschuldigen soll.