Kein TIMM mehr für Österreich

Für österreichische Seher ist es ab heute praktisch unmöglich, den ersten deutschsprachigen Schwulen-Kanal TIMM zu sehen. Um Kosten zu sparen, hat der insolvente Betreiber die Ausstrahlung über den Satellit „Astra“ beendet.

In Deutschland ist TIMM noch über Kabel und die Internetplattform „Zattoo“ empfangbar. Alle größeren Kabelnetze sowie IP-TV-Anbieter haben TIMM in ihrem Programmportfolio – das wird auch weiter so bleiben. Kurze Ausfälle am Montag seien aber auch dort möglich, weil die Kabelbetreiber TIMM jetzt über eine andere Quelle einspeisen müssen. „Zattoo“ ist für Internet-User aus Österreich derzeit nicht verfügbar.

Für TIMM ist der Verzicht auf den Satelliten die letzte Chance um zu überleben. Am 21. Jänner hatte die „Deutsche Fernsehwerke GmbH“ (DFW), der Betreiber von TIMM, Insolvenz beim Amtsgericht Charlottenburg angemeldet. Wie Geschäftsführer Frank Lukas dem Online-Portal „queer.de“ gegeüber sagte, sei der Sendebetrieb bis 31. März gesichert.

Wie es im April mit TIMM weitergeht, ist aber weiter unsicher. „Wir prüfen nach wie vor alle Optionen“, so Lukas gegenüber „queer.de“. So steht auch die Umwandlung von TIMM in eine Pay-TV-Sender im Raum.

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