Rammstein für Weißrussland zu schwul

Der deutschen Brachialrock-Band Rammstein kann man vieles vorwerfen – als zu schwul wurde sie aber bisweilen aber eher selten bezeichnet. Sittenwächter in Weißrussland werfen ihr nun aber genau das vor.

Rammstein würden „die weißrussische Staatsordnung zerstören“, erklärte der „Gesellschaftliche Rat für Sittlichkeit“. Rammstein-Lieder seien Propaganda für „Gewalt, Masochismus, Homosexualität und andere Abartigkeiten“, betont das von Präsident Alexander Lukaschenko unterstützte Gremium.

Grund für die Empörung: Die deutsche Band tritt am 7. März in der Hauptstadt Minsk auf. „Eine Erlaubnis für ein Rammstein-Konzert ist ein Fehler, der uns viel kosten kann“, heißt es deshalb auch von den Sittenwächtern.

Dieses Gremium wurde von regimetreuen Schriftstellern und der orthodoxen Kirche gegründet und ist Präsident Lukaschenko treu ergeben. Dieser gilt unter Außenpolitik-Experten als letzter Diktator Europas, und Homosexualität gehört zu seinen Feindbildern. So warf er 2004 Deutschland vor, für Homosexualität und Drogen in seinem Reich zu werben. Zwei Jahre später beschuldigte sein Staatsfernsehen einen lettischen Diplomaten, ein „dekadentes homosexuelles Leben“ zu führen.