Homo-Ehe in Washington ab sofort möglich

Noch heute könnte in der US-Hauptstadt Washington D.C. die Ehe für Lesben und Schwule geöffnet werden.

Der Oberste Gerichtshof der USA hat gestern eine Klage von Gegnern der Homo-Ehe abgewiesen. Diese wollten die Einführung hinauszögern, bis in der Hauptstadt eine Volksabstimmung darüber stattgefunden hat.

John Roberts, Präsident des Supreme Courts, argumentierte seine Ablehnung damit, dass regionale Entscheidungen von regionalen Gerichten gefällt werden sollten – und die haben den Antrag der Homo-Gegner abgelehnt. Auch der US-Kongress, der aufgrund der Sonderstellung der US-Hauptstadt deren Gesetze überprüfen muss, hat die Ehe-Öffnung passieren lassen.

Nun kann das Gesetz heute in Kraft treten. Erste schwule oder lesbische Paare können dann ab Montag heiraten, weil zwischen Antrag und Eheschließung mindestens drei Werktage liegen müssen.

Der Öffnung der Ehe in Washington D.C. waren Drohungen der römisch-katholischen Kirche vorangegangen, Sozialdienste einzustellen. Allerdings gibt es für viele dieser Dienste langfristige Verträge mit der Stadtverwaltung, die dafür auch zahlt. Ein Sozialdienst für Pflegekinder wurde von der Kirche allerdings schon geschlossen, weil sie auch gleichgeschlechtliche Paare betreuen hätte müssen.

Homosexuelle Paare können bereits in den US-Bundesstaaten Massachusetts, Iowa, Vermont, Connecticut und New Hampshire heiraten.