Parlament ebnet Homo-Ehe in Slowenien den Weg

Slowenien ist der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben einen Schritt näher: In der ersten von drei Lesungen hat das Parlament in Laibach nach heftiger Debatte mit einer Mehrheit von 46 zu 38 Stimmen eine Novelle zum Familienrecht beschlossen.

Wenn das Gesetz in Kraft tritt, werden homosexuelle Paare in Slowenien nicht nur heiraten können, sondern bekommen auch das Recht, Kinder zu adoptieren. Damit wäre Slowenien eines der fortschrittlichsten Länder Europas bei der Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare.

Dass das slowenische Parlament auch die Adoption für Lesben und Schwule freigeben möchte, hat zu Protesten vor dem Parlament geführt. Einige Protestanten haben sich auch die Debatte von der Zuschauertribüne aus angesehen. Sie wollen dagegen auch eine Volksabstimmung abhalten.

Rückendeckung bekommt der Gesetzesentwurf hingegen von der Tageszeitung „Vecer“. Dort hieß es in einem Kommentar, Debatten über Themen wie Roma oder Homosexuelle dauerten im slowenischen Parlament immer lang, „vor allem wegen dem Fehlen von Toleranz und der Angst vor jenen, die anders sind.“