Grimme-Preis für Doku über Homosexualität im Fußball

Der deutsche Dokumentarfilmer Aljoscha Pause ist für seine Dokumentation „Tabubruch – Der neue Weg von Homosexualität im Fußball“ mit dem Adolf-Grimme-Preis „Spezial“ in der Kategorie „Information und Kultur“ ausgezeichnet worden. Die Dikumentation wurde im Deutschen Sportfernsehen (DSF) ausgestrahlt, für das der Preis eine besondere Ehrung ist: Insgesamt wurden von den fünf Preisen dieser Kategorie nur zwei an private Fernsehsender vergeben. „Das zeigt, das besondere Anstrengungen natürlich bemerkt und auch honoriert werden“, erklärt Grimme-Direktor Uwe Kammann.

Dem schließt sich auch die Jury an: „Mit diesen aufdeckenden Beobachtungen wird eine Debatte journalistisch gefördert, die auch in den öffentlich-rechtlichen Sendern nur selten zur Sprache kommt“, heißt es in der Begründung. Weiter meint die Jury: „Das ist ein Thema, das weder gute Einschaltquoten verspricht noch aufregende Schlagzeilen – zumindest, solange sich nicht der erste Bundesliga-Spieler outet. Der DSF-Autor Aljoscha Pause hat dieses weitgehend verborgene Thema dennoch über zwei Jahre intensiv und nachdrücklich verfolgt, hat darüber zwei Filme gedreht,  die nicht reißerisch sind oder sensationssüchtig, sondern die eher das Gegenteil sind – manchmal sogar sehr leise und im Grunde in vielerlei Hinsicht traurig. (…) Im ersten Film, „Das große Tabu“, zeigt er einen Missstand; im zweiten – „Tabubruch“ – beschreibt er, wie versucht wird, diesen Misstand zu beheben. Das ist von einer Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit, die vorbildlich ist für den gesamten Sportjournalismus im Fernsehen.

Mit einem Adolf-Grimme-Preis werden vorbildliche Fernsehsendungen ausgezeichnet, er gilt als eine der höchsten Auszeichnungen für Fernsehmacher in Deutschland.