Kinder von lesbischen Eltern in katholischer Vorschule unerwünscht

In den Vereinigten Staaten hat die römisch-katholische Kirche zwei Vorschulkindern die Aufnahme an einer ihrer Schulen verweigert, weil die Eltern ein lesbisches Paar sind.

William Breslin, Priester der Sacred-Heart-Kirche vor Boulder, zu der die Schule gehört, verteidigt die Entscheidung: Den Kindern würde beim Besuch der Schule ein Gewissenskonflikt drohen, fürchtet er: Denn dort würden ihnen die Lehren der Katholischen Kirche beigebracht, während sie daheim eine ganz andere Lebensweise erleben würden. „Wir wollen die Kinder nicht in diese schwierige Lage bringen“, schrieb Breslin in seinem Internet-Blog.

Die Diözese von Denver im Bundesstaat Colorado unterstützt die Entscheidung. Sie betont, dass die Eltern „in offenem Konflikt mit den Glaubens- und Morallehren der Kirche“ leben. „Dadurch haben sie leider ihre Kinder von der Aufnahme in die Schule disqualifiziert.“ Zumindest weist Erzbischof Charles Chaput darauf hin, „dass Kinder von Homosexuellen nicht weniger von Gott geliebt“ würden – lediglich schwule oder lesbische Beziehungen seien „falsch“.

Menschenrechtsaktivisten haben nun vor der Sacred-Heart-Kirche vor Boulder gegen den Ausschluss protestiert.