„Pornos für Jugendliche nicht schädlich“

Pornografie schadet Jugendlichen nicht – das behauptet zumindest eine neue deutsche Studie, die von einem Porno-Herausgeber in Auftrag gegeben wurde.

In seiner Studie mit dem Titel „Pornografie und Jugend – Jugend und Pornografie“ beschäftigt sich der Leipziger Sexualwissenschafter Kurt Starke mit der Frage, was „einfache Pornografie“ – also Aufnahmen von normalem Sex – bei Jugendlichen bewirkt und wie diese mit Pornografie umgehen. Seine Schlussfolgerung: Pornografie ist für Jugendliche nicht schädlich. „Diese beliebte Fiktion hat keine wissenschaftliche Substanz“, so Starke. Außerdem nutzen Jugendliche sowieso Pornografie, teilweise stellen sie diese auch selbst her, argumentiert der Leipziger Professor. Seine Theorie: Ein Pornografieverbot kann sogar schädlich für Jugendliche sein, weil es ihre Persönlichkeitsentwicklung behindere.

Deshalb fordert der Wissenschafter, der schon zu DDR-Zeiten ein namhafter Sexualforscher war, eine Abschaffung des Pauschalverbots, Pornografie Jugendlichen zugänglich zu machen. Das dürfte ganz im Sinne des Auftraggebers sein: Die Hurch Medien GmbH ist selbst im Bereich Internet-Pornografie tätig und hat bereits öfter den Standortnachteil beklagt, den deutsche Anbieter wegen der strengen Gesetzeslage in unserem Nachbarland haben.

Dem entsprechend wollen sie das Gutachten auch den für diese Frage zuständigen Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer „umgehend“ zur Verfügung stellen. Vernünftiger Jugendschutz, der auch die Erziehungsrechte der Eltern ernst nehme, laufe darauf hinaus, jedermann, also auch Jugendliche, vor ungewollter Konfrontation mit Pornografie zu schützen – für gesetzliche Pauschalverbote bestehe keine Rechtfertigung, so die Hurch Medien GmbH in einer Presseaussendung.