Menschenrechtslage in Serbien hat sich verschlechtert

Die Situation im Bereich der Menschenrechte hat sich 2009 in Serbien gemessen am Jahr zuvor verschlechtert. Zu diesem Schluss kommt das Belgrader Menschenrechtszentrum in seinem Jahresbericht, der auf Basis einer Analyse von rund 10.000 Zeitungsartikeln angefertigt wurde.

Besonders stark diskriminiert werden in Sebien Roma, Homosexuelle und Frauen. „Besorgniserregend“ war nach Meinung von Zentrumsleiter Vojin Dimitrijevic im letzten Jahr die kurzfristige Absage der Lesben- und Schwulenparade in Belgrad, die das „diskriminatorische Potenzial der Gesellschaft“ an den Tag legte: Während sich hochrangige Politiker für die Veranstaltung aussprachen, ließ die Polizei kurz vor Beginn verlautbaren, sie nicht vor dem rechten Pöbel schützen zu können.

Es gibt aber auch Lichtblicke: Nach Meinung der Menschenrechtsorganisation haben die Behörden im Vorjahr eine größere Effizienz in ihrer Reaktion auf Verletzungen von Menschenrechten bewiesen.

Probleme gibt es jedoch weiterhin im Justizbereich. Wenn es um die Pressefreiheit geht, so stellt nach Meinung des Menschenrechtszentrums die schlechte Privatisierung von Medien das grundlegende Problem dar.