„Sektion Andersrum“ hat sich aufgelöst

Wie GGG.at aus gut informierten Kreisen erfahren hat, hat sich die „Sektion Andersrum“ aufgelöst.

Gegründet wurde der lesbischwule Zweig der SPÖ Mariahilf im Oktober 2007. Als Themensektion stand er aber allen Interessierten offen. Ins Leben gerufen wurde die „Sektion Andersrum“ von Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann und Wolfgang Wilhelm von der Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen zurück. Mit ihr sollte in Mariahilf, „dem Bezirk mit den meisten Einrichtungen für Lesben, Schwule und Transgenderpersonen“ eine niederschwellige Plattform angeboten werden, die allen Interessierten offen steht.

Zu den Erfolgen der „Sektion andersrum“ gehörte auch die Umbenennung des Mariahilfer Platzls in „Christian-Broda-Platz“. Broda war Justizminister und strich in seiner Strafrechtsreform 1971 das Totalverbot von Homosexualität. Auch an der Benennung eines Alsergrunder Parks nach Heinz Heger, einem von den Nationalsozialisten wegen seiner Homosexualität verhafteten und im KZ inhaftierten Wieners, war die „Sektion Andersrum“ maßgeblich beteiligt.

Außerdem gab es monatliche Treffen und gemeinsame Aktivitäten wie schwule Stadtführungen.

Die Auflösung erfolgte nach GGG.at-Informationen durch einen einstimmigen Beschluss der beiden Vorsitzenden und der aktiven Mitglieder. Die Hintergründe für die Auflösung sind noch unklar.

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